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Vergleichende Übersicht der fünf psychologischen Paradigmen — paradigmatische Basiseinheiten, Fundamentalgesetze, Methodologie, Menschenbild, Gründer und Forschungsprogramme im Vergleich.

TiefenpsychologieGanzheitspsychologieBehaviorismusPsychobiologieKognitivismus
Paradigmatische Basiseinheiten: Vorgänge im psychischen System mit unbewussten Prozessen zur Regulierung von Erleben und Verhalten.Paradigmatische Basiseinheiten: Psychische Phänomene als Ganzheiten aus interdependenten Teilen, die emergente Phänomene erzeugen.Paradigmatische Basiseinheiten: Offenes, beobachtbares Verhalten — Reaktionen auf äußere Reize.Paradigmatische Basiseinheiten: Biologisch adaptives Verhalten unter genetischen Einflüssen und hierarchischer Organisation.Paradigmatische Basiseinheiten: Prozesse der Informationsverarbeitung mit kognitiven Repräsentationen und Schemata.
Fundamentalgesetze: Regulation und Adaption; Genetisches Grundgesetz; Konflikt und Verdrängung.Fundamentalgesetze: Selbstorganisation; Dynamisches Gleichgewicht.Fundamentalgesetze: Reiz-Reaktions-Modell; Lernprozesse.Fundamentalgesetze: Anpassung und Reproduktion; Reproduktive Fitnessmaximierung.Fundamentalgesetze: Verhaltensrelevanz; Handlungsregulation.
Methodologie: Psychoanalytische Gesprächssituation; Introspektion; hermeneutische Methode; Theoriebildung durch Vergleich von Einzelfallstudien.Methodologie: Ganzheitliche Erfassung; Beobachtung von Phasenübergängen; Theoriebildung durch ganzheitliches Sprachspiel.Methodologie: Strenge experimentelle Methodik; objektive Kontrolle; quantitative Messung; Theoriebildung durch Induktion.Methodologie: Verschiedene empirische Methoden; funktionaler Bezug; vergleichende Methode.Methodologie: Objektive empirische Verfahren; Labor- und Feldexperimente; Modelltheorien mittlerer Reichweite.
Menschenbild: Der Mensch reguliert durch unbewusste Prozesse die Ansprüche aus inneren Antrieben und der Außenwelt.Menschenbild: Der Mensch als organismisches System in aktiver Auseinandersetzung mit der Umwelt.Menschenbild: Der Mensch unter der Kontrolle von Reizen seiner sozialen und physikalischen Umwelt.Menschenbild: Der Mensch als aktiver biologischer Organismus mit adaptiven Funktionen.Menschenbild: Der Mensch als aktiver, informationsverarbeitender Organismus mit zielgerichteten Handlungen.
Gründer und Vertreter: Freud (ab ca. 1900); Adler, Jung.Gründer und Vertreter: Wertheimer (ab ca. 1912); Köhler, Koffka, Lewin, Krüger.Gründer und Vertreter: Watson (ab ca. 1913); Guthrie, Hull, Skinner, Tolman.Gründer und Vertreter: Lorenz, Tinbergen (ab ca. 1935); Wilson, Hamilton, Maynard Smith.Gründer und Vertreter: Miller, Broadbent, Pribram, Galanter (ab ca. 1960).
Forschungsprogramme: Klassische Psychoanalyse; Sozial-, Entwicklungs-, Persönlichkeits- und Klinische Psychologie.Forschungsprogramme: Sozialpsychologie (Kleingruppenphänomene); Entwicklungspsychologie (Stufenmodelle); Pädagogische und Klinische Psychologie.Forschungsprogramme: Kontiguität; Systematische Lerntheorie; Operantes Konditionieren; Kognitiver Behaviorismus; Sozial-, Pädagogische und Klinische Psychologie.Forschungsprogramme: Klassische Ethologie; Soziobiologie; Evolutionspsychologie; Sozial- und Entwicklungspsychologie.Forschungsprogramme: Quantitative Systemmodelle; Kognitive Denk- und Problemlösemodelle; Attributionstheorien; Persönlichkeits-, Entwicklungs-, Pädagogische und Klinische Psychologie.